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19.11.2007

In Gedenken

In Gedenken an W.A POSEIDON
2004 – 2007

Vielleicht ist es Wut auch ein bisschen Hass, die mich dazu bewegen diesen Brief zu schreiben, zu veröffentlichen was uns sprachlos und unendlich traurig macht.

Als Daniel im Jahr 2003 nach einem Telefon mit Gaby Stucki uns erfreut von einem Hengstfohlen berichtet, dass er soeben per Telefonabsprache gekauft hat, waren wir alle ein wenig geschockt. Tage später jedoch fuhren ich und meine Mutter nach Zürich um dieses Hengstfohlen zu holen. Als wir damals POSEIDON das erste Mal sahen konnten wir uns das Lachen nicht verkneifen. Mit seiner so lustig gezeichneten Blesse war er vom ersten Augenblick einzigartig für uns. POSEIDON war damals ein Geschenk für meine Mutter.

POSEIDON verbrachte drei tolle Jahre Fohlenweide auf ALGUWA war stets gesund und voller Temperament. Wenn wir Besuch hatten war POSEIDON  immer wieder das Highlight. Mit seinem einzigartigem Gangwerk, das nahezu unglaublich schien, trabte er sich noch und noch in die Herzen vieler Araberfans. Unser Traum war es, POSEIDON jemandem zu verkaufen der in fördert und noch mehr aus diesem tollen Pferd holt. Er war 2005 an der Beständeshow in Bern und wurde Golprämiert, die Suche nach einem passenden Besitzer war schwierig.

Als dann im Jahr 2006 Alexandra Bachmann- Liersch zu uns zu Besuch kam und sie POSEIDON sah, verliebte sie sich im Sekundenschlag in dieses tolle Pferd -„Dies ist mein Indianerpferd“ waren die ersten Worte die Alexandra über POSEIDON verlor! Als das Interesse da war Ihn zu kaufen, waren wir alle begeistert. Tolles Pferd – tolle Reiterin eine wunderbare Zukunft, was kann da noch schief gehen?

Heute in tiefster Trauer kann ich nur sagen: „Alles!“ POSEIDON wurde damals geholt um sein neues Zuhause im Gnadental zu beziehen. Schon kurze Zeit später kamen erste Gerüchte auf, POSEIDON leide an Spinaler-Ataxie. Für uns war dies ein Schock! Gerade bei dem Pferd, dass drei Jahre bei uns war, ohne jemals den Tierarzt zubenötigen. Meine Schwester und ich fuhren kurz darauf ins aargauische Gnadenthal um nach POSEIDON zu sehen. Mehrmals versuchten wir Kontakt zu Alexandra herzustellen leider immer ohne Erfolg oder wir erhielten ein rotzfreches SMS zurück!

Lange Zeit haben wir dann gar nichts mehr gehört, bis wir vor 2 Wochen im Oktober 2007 Besuch bekamen von zwei Schweizer Züchtern, die so nebenbei erwähnten, dass POSEIDON nicht mehr am Leben sei und wegen Spinaler-Ataxie eingeschläfrt wurde. Es ging niemand darauf ein und es fragte auch niemand nach. Am nächsten Morgen wurde ich den Gedanken nicht los, dass dies vielleicht doch kein dummes Gerede sei, sondern die nicht glauben wollende Wahrheit. Also griff ich zum Telefon und hakte nach! Es war tatsächlich dass, was wir alle nicht glauben wollten. Wir haben ein Pferd verloren, ohne vorher auch nur ein Wort davon erfahren zu haben.

Es bewegt mich dazu solche Leute die betroffen sind, die von allem gewusst und uns  hintergangen haben, in die Schublade ohne Herz und ohne Verstand einzuordnen! Ich wünsche Ihnen, dass sie niemals auf so grausame Art erfahren müssen, wie hinterhältig manche Leute sein können!

Al Guwa Arabians
Jenifer-Sheila Blum

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